Die EVP Davos ist einerseits erfreut, dass das Stimmvolk ihre Einschätzung teilt, dass das Projekt «Verkehrsdrehscheibe» in der präsentierten Form nicht überzeugend war. Andererseits steht die grosse Frage nach dem Plan B im Raum, wie es nun weitergehen soll. Der Status Quo stellt niemanden zufrieden. Die EVP hofft, dass einzelne Punkte der Vorlage, welche sich auch ohne Bahnhofsverschiebung umsetzen lassen, trotzdem weiterentwickelt werden. Z.B. eine sinnvollere Anordnung der Bushaltestellen beim bestehenden Bahnhofsareal oder die Zusammenführung von Seehofseeli-Areal und Theodul-Park durch eine Änderung der Strassenführung sowie eine Verlagerung der oberirdischen Parkplätze in ein Parkhaus, um nur drei Beispiele zu nennen. Künftige Planungsprozesse müssen professioneller geführt werden – mit klaren Zielen, verlässlicher Kostenkontrolle und einem transparenten Zeitmanagement.
Bei der Frage nach der Entschuldung des Spitals wertet die EVP Davos das Abstimmungsresultat als Warnsignal. Die kritischen Argumente und Bedenken der EVP zum Spitalbetrieb und der künftigen Investitionstätigkeit wurden offenbar vom Stimmvolk geteilt. Es gab zwar keine realistische Alternative zur Übernahme der Schulden durch die Gemeinde als Alleineignerin, folglich wurde der Vorlage zugestimmt. Aber über 25 % Nein-Stimmen interpretiert die EVP Davos auch aufgrund von Rückmeldungen aus der Bevölkerung als Protest-Stimmen, dass es so nicht weitergehen darf. Spital und Gemeinde müssen diese Stimmen ernst nehmen. Entscheide zum laufenden Betrieb und zum geplanten Neubauprojekt sind sorgfältig zu überprüfen. Aus Sicht der EVP braucht es eine Optimierung der Bettenzahl, eine konsequente Reduktion der geplanten Baukosten sowie eine Wiederbelebung des Programms 65-25-10 – Kostendisziplin kombiniert mit einer gezielten Verbesserung der Erträge.