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Newsartikel

Schulhaus Bünda braucht Neubau

Die EVP Davos emp­fiehlt, zu allen kom­mu­na­len Sach­vor­la­gen der Volks­ab­stim­mung vom 19. Mai 2019 ein Ja ein­zu­le­gen. Das Gesetz zu den Zweit­woh­nun­gen, das auch die Situa­tion der Hotel­par­zel­len regelt, die Schaf­fung einer grös­se­ren For­schungs­zone bei der AO, die Erwei­te­rung des Schul­hau­ses Bünda sowie die recht­li­che Neu­or­ga­ni­sa­tion des Abfall­ver­bands GEVAG stel­len alle­samt unter­stüt­zungs­wür­dige Lösun­gen dar und ver­die­nen die Zustim­mung. Bei der Ersatz­wahl in den Gros­sen Land­rat ist auf eine breite Ver­tre­tung der Mei­nungs­viel­falt der Davo­ser Bevöl­ke­rung zu ach­ten.

Aus­ge­wo­ge­ner Mit­tel­weg beim Gesetz über Zweit­woh­nun­gen
Nach der Ein­füh­rung einer schwei­ze­ri­schen Zweit­woh­nungs­ge­setz­ge­bung als Folge einer Volks­in­itia­tive zur Ein-schränkung des Zweit­woh­nungs­baus wurde die Über­ar­bei­tung der Davo­ser Zweit­woh­nungs­ge­setz­ge­bung nötig. Woh­nun­gen mit vor­über­ge­hen­der Erst­woh­nungs­auf­lage kön­nen nach Frist­ab­lauf und Bezah­lung einer Abgabe von der Auf­lage befreit wer­den. Die Abga­ben flies­sen in einen Fonds zur För­de­rung von Erst­woh­nungs­bau und Gewerbe, der mit einer Motion der Land­räte Chris­tian Tho­mann und Phil­ipp Wil­helm ange­regt wurde. Hotel­par­zel­len kön­nen teil­weise umge­nutzt wer­den, jedoch nur dann, wenn ent­spre­chende Gewinne im Inter­esse der Davo­ser Volks­wirt­schaft und des Tou­ris­mus ein­ge­setzt wer­den. Die Umnut­zung von alt­recht­li­chen Woh­nun­gen in Zweit­woh­nun­gen wird einer Anzei­ge­pflicht unter­stellt, damit früh­zei­tig erkannt wer­den kann, ob ver­mehrt Woh­nun­gen dem Erst­woh­nungs­markt ent­zo­gen wer­den und eine Ver­knap­pung und Ver­teue­rung der Woh­nun­gen für Ein­hei­mi­sche dro­hen könnte. Die EVP Davos beur­teilt die Vor­ga­ben des neuen Geset­zes als gut und aus­ge­wo­gen und emp­fiehlt zur Abstim­mungs­vor­lage ein Ja ein­zu­le­gen.

Erwei­te­rung der For­schungs­zone bei AO-Forschungsinstitut als bedeu­tungs­vol­les Zei­chen
Die Teil­re­vi­sion der Orts­pla­nung zur Ver­grös­se­rung des For­schungs­stand­or­tes bei der AO ist sehr unter­stüt­zungs­wür­dig. Die AO ist ein Insti­tut von Welt­rang, einer der gröss­ten Arbeit­ge­ber im Land­was­ser­tal, ist breit abge­stützt mit glo­ba­lem Bezie­hungs­netz und führt jähr­lich Kurse im Kon­gress­zen­trum durch. Wenn deren Tätig­keit durch die rela­tiv kleine Ver­grös­se­rung der For­schungs­zone geför­dert wer­den kann, dann ist es aller­erste Pflicht, die­sem Wunsch nach­zu­kom­men, zumal die Wei­ter­ent­wick­lung auf eige­nem Boden der AO statt­fin­det und nie­mand spür­bar beein­träch­tigt wird. Kla­res Ja der EVP Davos zur Abstim­mungs­vor­lage.

Abge­klärte und über­legte Inves­ti­tion in den Schul­stand­ort Davos Dorf
In Davos Dorf fehlt mittel- bis lang­fris­tig Schul­raum. Eine Ver­grös­se­rung des Schul­hau­ses Bünda ist unum­gäng­lich und wird in einer über­leg­ten und ver­tret­ba­ren Dimen­sion vor­ge­nom­men. Mit dem vom Gros­sen Land­rat ein­stim­mig gefäll­ten Ent­scheid zur gleich­zei­ti­gen Sanie­rung der 50-jährigen Bau­sub­stanz des Schulhaus-Altbaus ist die-ser Stand­ort nach­her für die künf­ti­gen Jahre gerüs­tet. Diese total 13 Mio. Fran­ken umfas­sen­den Inves­ti­tio­nen sind umfang­reich, aber not­wen­dig, und soll­ten für den Bildungs- und For­schungs­platz Davos mit Bedacht eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein. Die EVP Davos emp­fiehlt Zustim­mung.

Neues Rechts­kleid des GEVAG nicht über­schät­zen
Für die künf­tige Geschäfts­tä­tig­keit benö­tigt der Gemein­de­ver­band für die Abfall­ent­sor­gung GEVAG nach eige­nem Bekun­den ein neues Rechts­kleid. Sicher­lich sind die bis­he­ri­gen Ver­bands­struk­tu­ren eher träge und zeit­auf­wän­di­ger. Die neue Rechts­form, die mehr Frei­hei­ten schaf­fen soll, darf aber nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass eine Kon­trolle der Tätig­keit nun um so wich­ti­ger ist und dass nicht die Rechts­form, son­dern das Per­so­nal letzt­lich für den Erfolg der Arbei­ten der wich­tigste Fak­tor ist. Gerade Davos lei­det der­zeit an einer Fir­men­sa­nie­rung in Gemein­de­be­sitz, deren recht­li­che Umge­stal­tung erst wenige Jahre zurück­liegt und damals eben­falls mit mehr Frei­hei­ten und Bran­chen­z­wän­gen begrün­det wurde. Am wich­tigs­ten ist nicht das Rechts­kleid, son­dern Mit­ar­bei­ter und Füh­rungs­kräfte. Sie nut­zen die Chan­cen, die sich bie­ten, und fin­den die Wege, die zum Erfolg füh­ren. Die EVP Davos kann die Abstim­mungs­vor­lage – ohne Eupho­rie zwar – unter­stüt­zen.

Ersatz­wahl in den Gros­sen Land­rat ver­voll­stän­digt wich­tige Behörde
Im Gros­sen Land­rat ist seit der Wahl von Chris­tian Stri­cker in den Klei­nen Land­rat ein Sitz unbe­setzt. Wir bit­ten alle Stimm­bür­ger an die­ser Ersatz­wahl teil­zu­neh­men. Der Grosse Land­rat ist eine wich­tige Behörde, er ver­ab­schie­det unter ande­rem die Gesetze für die Volks­ab­stim­mun­gen, das heisst, die­je­ni­gen Spiel­re­geln, die für uns alle in Davos gel­ten. Diese Arbeit ver­dient eine Unter­stüt­zung, aber auch eine breite Abstüt­zung in der Davo­ser Bevöl­ke­rung. Es ist des­halb wich­tig, dass im Par­la­ment ver­schie­dene poli­ti­sche Ein­stel­lun­gen ver­tre­ten sind. Die EVP Davos dankt für eine grosse Teil­nahme und weise Ent­schei­dung der Davo­ser Stimm­bür­ger­schaft.